Feierabend

Des Tages Last fällt von dir ab
– Anstrengungen, Ärger, Stress –
die Arbeit hält dich nicht mehr fest.
Hast heute viel davon gehabt.

Plötzlich sind die Farben bunter,
Musik im Radio singst du mit,
die Fahrt im Auto gleicht dem Ritt
auf einem Hengst das Tal hinunter.

Freiheit macht sich in dir breit.
Niemand, der dir ständig sagt,
was du tust und ungefragt
dich und deine Zeit einteilt.

Zuhause kannst du dich erholen,
gehst gerne deinen Hobbys nach,
und alles, was dir Freude macht,
hast du dir gleich selbst befohlen.

Gutes Essen, Ruhe danach
oder sportlich sich zu messen,
lässt dich bald darauf vergessen
des ganzen Tages Ungemach.

Doch der Abend schreitet fort
in Gesellschaft oder nicht.
mit der Zeit zeigt dein Gesicht,
was schon lange in dir bohrt.

Der Tag neigt sich dem Ende zu,
bald ist Zeit, ins Bett zu gehen,
soll man nicht am Morgen sehen,
du schliefst wieder nicht genug.

Immer weiter wächst die Angst
vor dem nächsten Morgengrauen.
Wird wieder auf dich eingehauen?
Das ist es, worum du bangst.

Trotzdem siegt die Müdigkeit,
die Augen werden langsam schwer.
Wenn du dich auch dagegen wehrst,
im Schlaf verrinnt die freie Zeit.

So wird es morgens wieder hell,
der Wecker reißt dich aus dem Traum,
aufzustehen schaffst du kaum,
verging die Nacht doch viel zu schnell.

Dich auf den Weg zu Arbeit wagend
kämpfst du dich durch den Verkehr
– anzukommen eilt nicht sehr –
Und freust dich auf den Feierabend.

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