Vom Zusammensein

Zu dem größten Glück auf Erden
gehört gewiss, geliebt zu werden.
Aufrichtig, von Herzen, rein –
so muss wahre Liebe sein.

Doch zur Liebe braucht man Mut,
manch einer weiß das nur zu gut.
Man öffnet sich dem andern weit,
aus Nähe folgt Verwundbarkeit.

Die Frau, die seine Ängste kennt,
und ihm auch die ihren nennt,
das ist sie und er der Mann,
der einzig sie verletzten kann.

Doch wenn man diese Hürde nimmt,
bei beiden das Vertrauen stimmt,
dann fehlt zum endgültigen Glück
nur noch ein winzig kleines Stück.

Mitunter nicht mehr so in Mode,
längst nicht immer bis zum Tode
gilt die Ehe doch als Norm
und der Bindung stärkste Form.

Man gibt dem Partner ein Versprechen
und gelobt, es nie zu brechen.
Für das Paar beginnt die Zeit
der familiären Zweisamkeit.

Nicht jeder wählt diese Erfindung
der zwischenmenschlichen Verbindung.
Doch zählt auch ohne diesen Schein
nicht einzig das Zusammensein?

Einen lieben Menschen finden,
sich für immer an ihn binden
bedingungslos, mit aller Kraft –
das bedeutet Partnerschaft.

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