Winter

Das Grün des Sommers ist längst gewichen
des Herbstes Farben
als Blätter starben;
auch diese sind bald schon wieder verblichen

Die Tage werden kürzer, länger die Nächte;
kaum genug Zeit,
dass bei Helligkeit
jemand sein ganzes Tagwerk vollbrächte.

Es ist die kalte und finstere Jahreszeit,
dunkel und gräulich,
einfach abscheulich,
und Jahr für Jahr wieder ist es so weit.

Die Kälte zieht alles in ihren Bann.
Die Welt erstarrt
und sie verharrt,
bis die Sonne sie wieder befreien kann.

Wolken, Schneematsch, Eiseskälte und Wind;
viele schon froren
dank dieser Faktoren,
die der Schrecken jedes Spaziergängers sind.

Alles Leben begräbt der Schnee unter sich;
die Decke aus Eis,
so unschuldig weiß
und tödlich zugleich – ist sie nicht wunderlich?

Einige wenige mögen den Winter,
Farbe und Duft,
kristallklare Luft,
und sie sehen das Schöne dahinter.

Die Natur zieht sich für Wochen zurück.
Wenige Wesen
sind auserlesen;
für Sie bedeutet diese Jahreszeit Glück.

Mit wärmendem Fell und dichtem Gefieder
kleiden Sie sich
ganz winterlich
und im Frühjahr verlieren sie es wieder.

Doch die meisten fliehen in ferne Gefilde.
Sie reisen oft weit
und sehr lange Zeit
und genießen dort des Frühsommers Milde.

Die Menschen verkriechen sich an den Kamin,
kauern zusammen
vor dessen Flammen;
so ziehen die Tage im Winter dahin.

Nach langen Monaten hoffen alle vermehrt,
dass diese Zeit
der Dunkelheit
endet und bald wieder der Frühling einkehrt.

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